November – wie die Zeit verfliegt

...und noch einmal!

Es ist der 9.November und in genau zwei Monaten werde ich nun in Deutschland wiederholt meine Koffer packen, denn als erstes habe ich etwas sehr positives zu vermelden: Für mich geht es für weitere 8 1/2 Monate ins Ausland – genauer gesagt nach Brighton in England, um dort ein Praktikum im Marketing zu absolvieren. Für mich wird das bestimmt noch einmal eine ganz andere Erfahrung; obwohl die Sprache gleich bleibt, bin ich gespannt, was ich in diesen Monaten lernen kann und wie sich dort mein soziales Leben entwickeln wird. Gerade der Blickpunkt soziale Kontakte erscheint mir noch ein wenig unsicher, aber ich habe schon herausgefunden, dass ich sämtlichen Societies der dortliegenden Uni beitreten kann – auch als „Außenstehende“. Ich freue mich sehr und bin gespannt, was mich dort erwartet. Zeitgleich sehe ich die Zeit rennen. Die Hälfte meiner Zeit ist schon vorrüber und ich blicke betrübt auf den Kalender und trauere jedem Treffen mit meinen Freunden hier hinterher, denn ich weiß, dass ich manche dieser Freunde nur noch selten sehen kann, da Entfernungen doch nicht einfach mal zu überwinden sind.

Warum ich die Uni nicht so oft von innen sehe

Die Uni ist weitesgehend interessant, obwohl der Inhalt der Kurse mir meist schon bekannt ist und ich deswegen nicht all zu oft die Uni von innen zu sehen bekomme :D. Englisch klappt auch weiterhin wunderbar: Jede Woche habe ich ein grammatikalisches Thema, was ich versuche, so gut wie möglich zu verbessern und dieses oft anzuwenden. Bailey, meine Mitbewohnerin ist mir dort eine große Hilfe und ich bin sehr dankbar, dass ich sie habe. Sie verbessert mich oft indirekt, indem sie einen Satz einfach in der korrekten Version wiederholt, was mir zusätzlich Sicherheit gibt.

In den letzten Wochen habe ich versucht, auch ein wenig mehr auf die Iren hier zuzugehen. Da man einfach in der heilen „Erasmus-Welt“ mit allen anderen, die in der selben Situation stecken, besonders am Anfang gefangen ist, bleibt doch meist der Kontakt mit Einheimischen auf der Strecke. Zum Glück habe ich ein paar Irländer gefunden, mit denen ich mich anfreunden konnte und mit denen ich ab und zu etwas unternehme. Trotzdem bleiben meine Erasmus-Freunde einfach die priorisierten Leute, da ich diese einfach von Anfang an kennenlernen konnte und unglaublich liebgewonnen habe.

Termine, Termine – die Zeit rennt

September, Oktober und auch nun der November ist vollgepackt: von der internationalen Halloween-Party bis zu meinem Tagestrip nach Dublin war alles mit dabei. Nach Dublin habe ich besonders Cork zu schätzen gelernt, da mir Dublin eindeutig touristischer erscheint und Cork einfach die perfekte Größe hat, um Leute auch einmal zufällig in der Stadt zu treffen. Fast jede Woche gehen wir aus – Freitag ist vor allem der Tag, an denen sich mit vielen Leuten getroffen wird und nachdem wir dann am nächsten Morgen ausgeschlafen haben, geht es meist ins Kino oder zu anderen kulturellen Dingen, die wir erkunden können.

Des Weiteren tanze ich jetzt Hip-Hop. Obwohl ich einfach super schlecht bin und es verdammt lächerlich aussieht, habe ich viel Spaß und damit mein wöchentliches Hobby. Doch vor allem vermisse ich meine Geige. Ziemlich jeden Tag denke ich an diese und freue mich, wenn ich im Januar einfach endlich diese mit nach Brighton nehmen kann <3. Schwimmen gehe ich von jetzt an auch regelmäßig – das Wetter wird wohl zunehmend kälter und nasser, aber auch hier gibt es Föhns.

Nach meinem Anfangshoch und der rosaroten Brille sind mir auch ein paar negative Punkte aufgefallen: es gibt nirgendswo vernünftige Backzutaten! Schokoraspeln und auch Vanille-Puddingpulver fehlen und auch ganz normale Schokoraspeln sind unauffindbar. Ein gutes deutsches Roggenbrot fehlt auch und nicht zu vergessen die vegetarische Bolognese von dm. 😀

Ein klitzekleines Tief für fünf Minuten gab es auch schon. Gelangweilt hätte ich am liebsten zu der Zeit zuhause zuhause gesessen. Zuhause zuhause ist, weil ich mich auch hier in unserem Apartment wie zuhause fühle. Ich bin weiterhin sehr glücklich mit meinen Mitbewohnerinnen und schätze vor allem die täglichen Gespräche abends mit Bailey und manchmal auch Rike.

Eigentlich sollte ich gerade jetzt besser mein Buch für mein Essay lesen, doch mir war nach einem Beitrag zumute. Ein Video sollte in den nächsten Tagen ebenso kommen. Ich werde dieses glaube ich in zwei Teile splitten, weil eins doch ein wenig zu lang sein würde.

Nun,

ich melde mich bald wieder – versprochen!

Greetings from Cork,

Carina

 

Wenn du Lust hast, mehr von mir zu erfahren:

Schreibe einen Kommentar