Mitternachtshoch – Update nach einer Woche Irland

Gerade, weil ich so ein Hoch habe, hier ein kleines Mitternachtsupdate.

Langsam kann ich sagen: ich bin angekommen. Die erste Woche habe ich hinter mir und auch wenn gerade diese Woche erst zum Ende hin spannend wurde, ist die Zeit wie im Flug vergangen. Nachdem ich bis einschließlich Sonntag erst einmal mein Zimmer eingerichtet, Schwämme und sonstiges Gedöns gekauft habe, ging es am Montag endlich los. Das erste Welcome Meeting für die Early Arriving Students stand an. Gespannt machte ich mich auf den Weg zur Uni (30 Minuten Fußweg), suchte erst einmal das Gebäude, fand dieses auch und stellte dann nach 10-minütigem Suchen fest, dass ich mich leider um eine Stunde vertan hatte und das Meeting erst in einer Stunde stattfinden würde. Also machte ich mich auf Campus-Entdeckungstour und genoss angenehme 22 Grad in der Sonne (ok, um 10 Uhr morgens waren es dann wahrscheinlich doch erst 18). Dann machte ich mich wieder auf in den Raum und konnte mich direkt mit ein paar Leuten unterhalten, zu denen ich mich gesellte. Dort lernte ich außerdem Leute aus meinem Wohnheim kennen, was supercool war, denn dort traf ich auch so viele Apartment-Nachbarn.

Während des Welcome Meetings stellten sich die 60 Leute inklusive mir kurz vor und es wurde schnell sichtbar, dass die meisten aus Frankreich und Deutschland kamen. Ein Student kam selbst aus Bochum und studierte M&E. 😀

Danach gab es noch eine kleine City Walking Tour, die nicht wirklich informativ war, da mir alle Supermärkte und Geschäfte bekannt waren, aber hier lernte ich auch zwei Französinnen kennen – Emma und Louise.

Am Abend gab es den gemeinsamen Kino-Abend: in einem Hörsaal wurde ONCE geschaut, ein irischer Film und empfehlenswert, denke ich. Danach besuchten wir einen irischen Pub und hier konnte man unglaublich viele Leute kennenlernen. Besonders lieb habe ich an diesem Abend die drei französisch-sprechenden Belgierinnen Camille, Marie und Fanny gewonnen, mit denen ich ein Cider probiert habe (Apfelweinschorle und viel zu süß + Bauchschmerzen vorprogrammiert) und viel gequatscht habe. Bis um 2 haben wir in ziemlich cooler Atmosphäre getanzt, gelacht und offen neue Leute kennengelernt. Ein bisschen schade ist, dass viele Deutsche und auch viele Franzosen unter sich bleiben und dann in ihrer Landessprache kommunizieren. Da ich mich aber einfach an die besagte Französisch-Fraktion gehalten habe, waren wir gezwungen Englisch zu sprechen und das war auch mein Ziel. Trotzdem sind die Belgierinnen der Meinung, dass ich am Ende trilingual aus Cork wiederkomme :D.

Außerdem lernte ich noch viele, nette Franzosen, einen sehr netten Dänen und nette Schwedinnen kennen und fiel glücklich ins Bett.

Am nächsten Morgen sollte es mir nicht so gut gehen (dank Cider?) und ich blieb erstmal im Bett. Am Abend wurde ein weiterer Film gezeigt, der super gut war. Bloß habe ich den Titel vergessen :D.

Wieder ging es in einen Pub und dieser gefiel mir nicht so gut wie der Erste. Vielleicht lag es auch daran, dass gefühlt nur Deutsche und nur Franzosen in ihren Grüppchen saßen. Trotzdem haben sich ein paar von den Deutschen zum Glück erbarmt und es entstand ein Kreis von Deutschen, die sich auf Englisch unterhielten und das war dann auch ziemlich cool. 🙂

Gestern, also der Mittwoch war dann erst einmal Shopping-Tag. Ich ging in die Stadt und shoppte ein paar Oberteile und Socken. Positiv fällt mir hier Penney’s bzw. Primark in Deutschland auf. Dieses ist hier sehr ordentlich und sieht eigentlich genau wie H&M aus und auch die Preise sind diesen ähnlich. Penney’s genießt hier auch eindeutig einen besseren Ruf als Primark in DE.

Am heutigen/gestrigen Abend ging es dann mal wieder in einen Pub und ich muss sagen, dass ich genau in diese Pub-Kultur total verliebt bin. Live-Musik, die total entspannend ist (sogar mit Stepdance), lange Gespräche mit Elmo, dem Finnen (wie der aus der Sesamstraße) und Lucas, dem Franzosen über Gott und die Welt und Getränke. Einfach cool.

Des Weiteren kann ich berichten, dass ich mich unglaublich gut mit Bailey, meiner Mitbewohnerin verstehe. Wir sind definitiv auf einer Wellenlänge und kennen dank unser genialer Stalkingkünste fast jeden Bewohner (das Fenster zum zentralen Eingang trägt dazu bei). Sus, die andere Mitbewohnerin, ist meistens noch auf ihrem Zimmer, aber ich bin mir sicher, dass diese auch noch auftaut.

Mein Englisch wird von Tag zu Tag flüssiger und gerade, wenn ich mit Bailey einfach immer mal für ein paar Stunden auf Englisch quatsche, merke ich, dass die Hürde, Sätze korrekt zu bilden, weiter abnimmt und man nicht mehr so viel nachdenkt wie vielleicht noch am Anfang.

Das wollte ich gerade noch mal schnell mitteilen, bevor ich mich ins Bett begebe. Morgen um 10 geht es ins Fitnessstudio mit ein paar Mädels und da muss ich fit sein.

See you,

Carina image

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