24 Stunden in Amsterdam – Tagestrip

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Als meine Gastschwester Vale aus Uruguay bei uns zu Besuch war, haben wir beschlossen, mit ihr ein paar Reisen zu unternehmen, damit sie viel von Europa sehen konnte – meine Schwester war mit ihr in Paris und ich habe mich relativ spontan entschlossen, ihr Amsterdam zu zeigen. Amsterdam ist für mich eine Stadt, die nicht wirklich die typischen Sehenswürdigkeiten besitzt, die man aus anderen Metropolen kennt, aber durch die tolle Architektur total überzeugen kann. Ich versuche hier, ein paar Tipps über Amsterdam zusammenzufassen.IMG_0147

Mit der Bahn billig dank Niederlande-SpecialIMG_0247

Gerade, wenn man nah an der holländischen Grenze wohnt (ja, wir sind im Genuss dieses Faktors), hat man gute Chancen schnell und billig nach Amsterdam zu kommen. Dank des Niederlande-Specials der Deutschen Bahn findet man auch spontan super coole Sparangebote. Freunde von mir sind teilweise für nur 12 Euro von Köln nach Amsterdam gereist – mit dem ICE. Ansonsten gibt es auch die Möglichkeit mit dem Fernbus zu reisen. Da man aber aktuell relativ oft an der Grenze mit dem Fernbus herausgezogen wird, verliert man gerade bei einem Kurztrip sehr viel Zeit.

Morgens um 10 in Amsterdam

Nachdem wir unseren Hinweg gut überstanden hatten und uns der kalte Regen begrüßte, spannten wir unseren Regenschirm auf und liefen erst einmal in Richtung „Innenstadt“. Vor dem Bahnhof Central befindet sich außerdem eine Touristenoffice, in der man eine Karte und Infos erwerben kann. Wir haben uns im Vorhinein aber jedoch eine Karte in der Bücherei ausgeliehen – hier kann man gut Geld sparen. Ein Ticket für den Nahverkehr wird meiner Meinung nach nicht benötigt – Amsterdams tollen Ecken kann man auch zu Fuß erreichen.

Der Bahnhof bildet ein imposantes Gebäude und ist auch schon ziemlich beeindruckend. Direkt kann man von hier ein paar erste Grachten sehen, die Amsterdam ja so bekannt machen. Nachdem man nun an zahlreichen Souvenirshops vorbeigelaufen ist, kann man bald auf der rechten und der linken Seite den „Koninkklijk Paleis“ bewundern – also den Königlichen Palast. Außerdem lässt sich hier vielleicht am Brunnen, dem Nationaal Monument ein Kaffee am Morgen genießen und die ersten Eindrücke verarbeiten. Vielleicht hat man schon die Radfahrer in Amsterdam wahrgenommen, die vor nichts halt machen und auf die man als Fußgänger dringend acht geben sollte.

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Wer jetzt schon Lust auf Shoppen hat oder HEMA, dem niederländischen Alles-Discounter einen Besuch abstatten möchte, findet direkt um die Ecke, für die viele Shopper schwärmen: von Forever21 über River Island bis zu Urban Outfitters ist für jeden auf der Kalverstraat etwas dabei.

Am Ende der Kalverstraat steht man an der Singel-Gracht – die „schönste Gracht“ Amsterdams. Wenn man einmal auf die andere Seite der Gracht wechselt, kann man hier den Bloemenmarkt, also den Blumenmarkt besuchen. Ich habe diesen unterschiedlich erlebt – einmal hat er mir super gefallen, das war aber auch im Frühling, im Januar war ich nicht ganz so begeistert, da eher Samen und Blumenzwiebeln verkauft wurden anstatt von Blumen.

Wenn man nun immer weiter gen Westen geht, kommt man in das „9 Straatjes“ Viertel – viele bunte Geschäfte und schöne kleinere Grachten mit vielen Hausbooten schmücken die Straßen. Auf der Wolvenstraat findet man Pancakes Amsterdam – super leckere Pfannkuchen und es gibt empfehlenswerte Poffertjes. 🙂IMG_0249

Prinsengracht entlang bis zu den Museen

Anne Frank Haus und Prinsengracht liegen nun ganz in der Nähe. Hat man vielleicht zwei Tage Zeit, sollte man dringend dem Anne Frank Haus einen Besuch abstatten. Auch lange Anstehzeiten kann man hier in Kauf nehmen. Das Museum nimmt einen mit in Annes Welt – aber schafft es am Ende, dass man wieder das Haus verlässt, ohne so schwer belastet zu sein, dass der ganze Amsterdam-Besuch bedrückt wird. Auch, wenn ich das ein oder andere Mal schwer schluchzen musste. Hier in der Nähe oder im naheliegenden Jordaan-Viertel findet man nette Cafes und Restaurants und vielleicht kommt man hier auch in den Genuss eines Appeltaarts. Mhmmm!IMG_0261

Weiter geht es nun in Richtung Osten. Wenn man der Prinsengracht lange folgt, kann man an der Spiegelgracht rechts in Richtung Rijksmuseum und Van Gogh-Museum abbiegen. Dort findet man imposante Gebäude und das berühmte „I AMsterdam“ Zeichen, vor dem ganz gerne posiert wird.

Bei Bootstour tolle Fotos machen

Direkt in der Nähe befinden sich viele Bootanleger. Hier kann man vielleicht schon im Zwielicht, damit man für den Tagespreis Amsterdam in hell und in dunkel sehen kann, eine Bootstour buchen. Wir sind mit „lovers“ gefahren. Für 16 Euro für eine Rundfahrt waren wir mit dabei – auf 6 unterschiedlichen Sprachen, in denen wir ein bisschen mehr über Amsterdam erfahren haben. Man kann diese online übrigens schon voher für 12 Euro buchen – nur ist man dann meist auf eine Zeit festgelegt.

Tipps für einen erfolgreichen Amsterdam-BesuchIMG_0230

  • Der Frühling ist die schönste Zeit in Amsterdam, der Sommer ist oft überfüllt und man kann sich kaum einen Meter weiterbewegen
  • Hop-On/Hop-Off Fahrt mit dem Boot
  • Wenn man Zeit hat, mal selbst Radfahren – mit den Fietjes. Kann man billig ausleihen und so kann man auch die langen Grachten und die weitläufigen Orte erreichen
  • Hausboot von innen anschauen – interessant zu sehen, wie man auf den wenigen Quadratmetern auf Dauer lebt. Kann man aber auch selbst ausprobieren und mal eine Nacht in einem solchen übernachten – wie zum Beispiel über airbnb.com
  • der Begijnhof, eine tolle Ruheoase mit beeindruckenden Fassaden im Trubel von Amsterdam

Für den Rückweg – unser Zug ging schon um 20 Uhr – haben wir uns noch bei Jumbo, einem niederländischen Supermarkt mit Vla und Appeltart eingedeckt.

 

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