23 Tage bis zu meinem Aufbruch in die weite Welt

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23 Tage, das sind 3 Wochen, 2 Tage oder 553 Stunden bis ich in Düsseldorf am Flughafen stehen werde und mit gemischten Gefühlen auf meinen Flieger Richtung Irland warten werde. Wissend, dass man nun für die nächsten vier Monate erst einmal ein neues Leben aufbaut, um dort nach diesen Monaten wieder in das alte Leben zurückzukehren, dort zwei Wochen Halt zu machen, um anschließend wieder ganz von vorne für acht Monate anzufangen.

Bis jetzt freue ich mich einfach nur, mulmige Gefühle habe ich kaum oder keine. Immer wieder fallen mir jetzt schon Sachen ein, die ich vorher dringend erledigen muss, Dinge, die ich nicht vergessen darf und Leute, von denen ich mich noch vor meinem Abenteuer verabschieden möchte, denn in den zwei Wochen „Pause“ werde ich bestimmt nicht die Chance erhalten, jeden wiederzusehen.

Meine Kofferpackliste ist jetzt schon lang – wie soll das alles bloß in einen maximal 20 kg schweren Koffer plus Handgepäck passen? Lichterkette, Wintersachen und auch Bettwäsche darf nicht fehlen und am liebsten würde ich alles mitnehmen, damit ich auch ja nichts materiell vermisse. Zum Glück habe ich in den letzten Monaten mein Hab und Gut schon ein wenig eingeschränkt und vielleicht verschenke ich noch ein paar Sachen bei Ebay Kleinanzeigen oder an Freunde, damit diese nicht im Schrank verstauben. Besonders schwierig finde ich es, jetzt schon zu selektieren und für mein Abenteuer zwei mit Ziel Unbekannt Sachen beiseite zu legen. Zum zweiten Ziel werde ich sehr wahrscheinlich mit dem Bus reisen, was mir die Möglichkeit gibt, zwei große Koffer mit jeweils 30 kg mitzunehmen. Doch ein Leben in 20 kg zu verpacken ist die größere Herausforderung.

Die letzten Wochen zuhause

In den letzten Wochen vor meiner Reise haK1024_IMG_6561 be ich mir noch so viel vorgenommen: alle Omas besuchen, mit meiner Patentante einen Kaffee trinken gehen, nach London zu reisen, eine Hausarbeit zu schreiben, nebenher morgens immer arbeiten zu gehen und mit meiner Schwester klettern zu gehen, das Fitnessstudio zu kündigen und alle Bücher in ihre Büchereien zurückbringen und bloß keins vergessen. Wie ich das alles unter einen Hut bekommen soll, weiß ich auch noch nicht so ganz. 23 Tage klingt so lang und doch so kurz. Ein Fünftel meines ersten Auslandssemesters, aber auch zugleich noch nicht mal mehr ein Monat. Die Zeit rennt und zieht an mir vorbei. Im Februar bekam ich meine Zusage und es ist so surreal, dass diese Zeit bis zu meinem Austauschaufenthalt immer verschwindend geringer wird.

Ein wenig Angst habe ich vor all dem organisatorischen Kram in Irland. An der Uni registrieren, das Zimmer beziehen und schauen, wie ich mit dem irischen Akzent klarkomme, zumal dieser in Cork noch ein wenig anders klingt.

Trotzdem bin ich verdammt gespannt und meine Lust auf Abenteuer steigt mit jedem Tag. Ich möchte endlich mal über die Haustürschwelle treten und meine eigenen Erfahrungen in einer anderen Kultur und in einer anderen kleinen Welt zu machen. Meinen Horizont erweitern, Freunde aus aller Welt finden, lachen, weinen, Emotionen leben und mich wohlfühlen.

 

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